...Hypnotische Tiefenentspannung bei Beckenendlage
Zur Wirkung von Hypnose bei Beckenendlage liegt unter anderem eine Studie aus den USA vor: 1994 untersuchte L. Mehl-Madronna 200 Schwangere, deren Babys sich in der 36. Schwangerschaftswoche in Steißlage befanden. 100 Frauen erhielten hypnotische Begleitung, 100 Frauen bildeten die Vergleichsgruppe ohne Hypnose.
In der Hypnose-Gruppe drehten sich 81 der ungeborenen Kinder spontan in die Schädellage. Etwa die Hälfte davon nach einer einzigen Sitzung, die übrigen innerhalb von bis zu vier Sitzungen.
In der Vergleichsgruppe ohne Hypnose drehten sich lediglich 26 Kinder spontan, weitere 20 mithilfe einer äußeren Wendung.
Aus körperlicher Sicht ist die Schädellage für das ungeborene Kind meist die komfortablere Position – allein aufgrund der anatomischen Form der Gebärmutter. In der hypnotischen Tiefenentspannung wird ein Zustand geschaffen, in dem sich muskuläre Spannungen lösen und innere Anpassungsprozesse erleichtert werden können.
Meine eigenen Erfahrungen mit hypnotischer Tiefenentspannung bei Beckenendlage bestätigen dieses Bild: Viele Babys drehen sich nach einer Sitzung, manche unmittelbar, andere innerhalb der folgenden Tage. Wenn sich ein Kind trotz tiefer Entspannung nicht dreht, zeigen sich häufig nachvollziehbare Gründe, warum es in seiner Position verbleibt. Erfolgt die Drehung im Zustand tiefer Entspannung, bleibt das Kind in der Regel stabil in der Schädellage.
Eine hypnotische Tiefenentspannung bei Beckenendlage ist sinnvoll ab der 36. Schwangerschaftswoche.
Nach einer Sitzung in tiefer Trance ließ sie die Lage am folgenden Tag ärztlich kontrollieren: Das Kind hatte sich spontan in Schädellage gedreht. Die Geburt erfolgte zum errechneten Termin spontan.
